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Virtuelles Interview

Hat der Vorgesetzte schon wieder zwingend „angeregt“, dass so ein „Artikel“ zu einem „Thema“ geschrieben werden muss?

Ist die Herausforderung mal wieder „die richtige Anzahl Buchstaben aneinander zu reihen“ oder „an die Agenturmeldung genug Worte dran zu flicken“?  Kurz: Sie brauchen Text bei dem das Meinungs-Floss auf dem Geldfluss fährt?

Sind sie auch der Meinung das „Recherche“ extrem rechtsextrem ist und auf eine GeStaPo ähnliche Arbeitsweise hindeutet?
Dann machen sie doch ein Virtuelles-Interview!

„Zu viel Arbeit“ sagt da der Profi!! „Mikrofon einpacken, rausgehen, und irgendwelche dahergelaufenen abklappern bis sich jemand findet der so Doof ist die Meinung des Geldgebers/Werbekunden zu vertreten“. „Das hab ich einmal gemacht, nie wieder“ sagt Josef A.!!! „Danach haben mir die Füße weh getan und ich musste die ganzen Stellungsnahmen wegwerfen, „Meinungsdifferenzen“ zum Geldgeber“!!!!

Frederike S. winkt ab „Einen zu finden der das neue Müllheizkraftwerk im Stadtgarten unterstützt hat richtig Zeit gekostet“. „Mein Onkel arbeitet in der Psychatrie und kann solche Leute vermitteln“. „Ähnliche Probleme gibt es wenn die Politik von Frau Merkel im Spiel ist“.

Wissend nicken auch zehn Mitglieder einer Heavy-Metal Band aus Hamburg. Der Bandleader erzählt aus dem Nähkästchen: „Irgendwann kommt doch jeder mal auf die Idee seine Interviewpartner zu erfinden“.

Auf einer großen Fachkonferenz für Allgemeinmedizin bildet sich spontan eine Gruppe von vielleicht vierzig Ärzten die „Wir sind Charlie!“ skandieren.

Die eben zitierten Personen haben zwei Dinge gemeinsam:

  1. Sie sagen genau was der Zeitungs-Literat möchte!
  2. Sie existieren nicht!

Dieses Vorgehen hat folgende Vorteile:

  • Sie können sich die Meinung der Protagonisten aussuchen.
  • Sie können eine teure Expertenmeinung erschleichen. Da Journalisten keine Reputation mehr haben ist es super die Reputation der erfundenen Expertengruppe zu „leihen“.
  • Sie können die gesparte Zeit zum „Networking“ für Ihre „Karriere“ nutzen (s. Blowjob).
  • Branchenüblich, kann als Gewohnheitsrecht bezeichnet werden.
  • Geringes Aufdeckungs-Risiko. Sollte, irgend so, ein rechtsextremer Nestbeschmutzer in GeStaPo-Manier rumschnüffeln. Arbeiten Sie mit dem Stichwort „Verschwörungstheorie“!

Dieses Vorgehen hat folgende Nachteile:

  • Keine

Diese Vorgehensweise kann perfektioniert werden: Einfach die Foren-Funktion in den Online-Medien abschalten. Dadurch wird die Vorgehensweise „Virtuelles Interview“ zu „Perfektes virtuelles Interview“ weil intolerante Rechtsextreme keine Verschwörungstheorien in die Welt setzen können!

 

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